Pressemitteilung

Mit dem KlimaCheck Beschlüsse auf Klimarelevanz prüfen

Wohngebiet Luftaufnahme

Münster, den 19.05.2021

Ratsbeschlüsse auf ihre Klimarelevanz zu prüfen, ist für klimabewusste Kommunen das Gebot der Stunde. Der KlimaCheck, ein zu diesem Zweck entwickeltes Excel-Tool, vereinfacht den Prozess und bietet eine Hilfestellung zur fundierten Abschätzung der Umweltauswirkungen. Erste Kommunen, darunter Bochum und Borken nutzen den KlimaCheck bereits.

Kommunen erkennen mit dem Ausruf des Klimanotstands die Eindämmung der Klimakrise als Aufgabe von höchster Priorität an. Doch die Prüfung von Beschlüssen hinsichtlich Klimarelevanz (Klimaschutz und Klimafolgenanpassung) werden von Kommune zu Kommune unterschiedlich gehandhabt. Um dennoch zu einer sachgerechten und individuellen Entscheidungsgrundlage zu finden, hat die energielenker projects GmbH den KlimaCheck entwickelt. Dabei handelt es sich um ein leicht zu bedienendes Excel-Tool, das die Auswirkungen auf Klimaschutz und Klimafolgenanpassung bei der Erstellung von Beschlussvorlagen für politische Gremien anhand eines dreistufigen Abfragesystems beurteilt und ausweist.

Ein dreistufiges Abfragesystem führt zur sachgerechten Entscheidungsgrundlage

Die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Fachämtern werden in Stufe 1 zunächst dazu angeleitet eine Voreinschätzung abzugeben, denn nahezu jedes Vorhaben und jede Beschaffung hat eine Auswirkung auf die Umwelt. Dennoch gibt es auch Vorhaben, die kaum eine Auswirkung auf das Klima haben, so zum Beispiel Straßenumbenennungen. In diesen Fällen wäre die Bearbeitung in Stufe 1 beendet. Zeigt sich jedoch, dass Ressourcen verbraucht, Abgase erzeugt oder das Stadtklima in irgendeiner Weise betroffen ist, folgt Stufe 2. Im Rahmen einer Basisprüfung durch fünf allgemeine Fragen wird in diesem Schritt eine grobe Abschätzung vorgenommen, inwieweit das Vorhaben eine Klimarelevanz hat. Bei einem positiven Ergebnis wird der/die Sachbearbeitende in die 3. Stufe weitergeführt – dem eigentlichen Herzstück des KlimaChecks. Hier muss zunächst eine Auswahl aus verschiedenen Handlungsfeldern getroffen werden. Möglich sind z.B. Bauen, Biodiversität/Artenschutz oder Mobilität, wobei Themenschwerpunkte und Handlungsfelder beliebig erweiterbar sind. Auf Grundlage der Beantwortung gezielter Fragen wird das Ergebnis anschließend auf einer Skala und in Balkendiagrammen angezeigt. Eine zu beantwortende Frage kann z.B. lauten: Wie wirkt sich das Vorhaben auf die Sicherung von Frischluftschneisen bzw. Kaltluftentstehungsgebieten aus? Kommunen, wie Bochum und Borken gehören zu den ersten Kommunen, die Ihre Beschlüsse mithilfe des KlimaChecks von energielenker nutzen. Für Sonja Eisenmann, Klimaschutzmanagerin der Stadt Bochum, steht fest: „Der KlimaCheck ist ein geeignetes Instrument zur Sensibilisierung für die unterschiedlichen Themenbereiche des Klimawandels sowie zur Evaluation und Steigerung der Transparenz von klimarelevanten Auswirkungen politischer Beschlussvorlagen. Auf diese Weise kann ein gesamtstädtischer Klima-Dialog sinnvoll unterstützt werden.“ Die Preise für das Tool sind gestaffelt und richten sich nach der Größe einer Kommune. „Die Einführung in das Tool in Form eines halbtägigen Workshops ist jedoch immer inklusive“, so Leo Humann, Ansprechpartner bei energielenker.

Für Rückfragen:

Michael Gebhardt
Marketing & Unternehmensentwicklung
Büro Münster
Tel. 0251 27 601-726
gebhardt@energielenker.de

PDF ausdrucken
Zurück zur Übersicht