• betriebliches Lastspitzenmanagement

    Energieverbrauch glätten und Kosten sparen

Ob nun kleiner Betrieb, mittelständisches Unternehmen, Pflegeheim, Hotel oder Großkonzern: Kein Betrieb hat gerne unnötige bzw. vermeidbare Ausgaben. Während Kostenfallen in vielen Bereichen eines Unternehmens offensichtlich sind und damit einfach aus dem Weg zu räumen sind – ist vielen nicht klar, wie viel überschüssiges und unnötiges Geld doch in die Nutzung von Energie fließt. Eine dieser Kostenfallen im Bereich des Energieverbrauchs sind nämlich sogenannte Lastspitzen – kurzzeitig auftretende hohe Energieverbräuche, die das Stromnetz stark belasten. Diese können durch die Einbindung eines effizienten Lastspitzenmanagements unterbunden werden.

Warum Lastspitzen zu hohen Energiekosten führen

Betriebliche Stromkosten setzen sich in der Regel aus einem Arbeitspreis für die tatsächlich abgenommene Menge an Strom und einem Grundpreis zusammen. Liegt der Energieverbrauch eines Unternehmens bei über 100.000 kWh im Jahr, werden im Grundpreis nicht nur die Netzentgelte abgerechnet, sondern auch ein sogenannter Leistungspreis – der schmerzende Zahn der betrieblichen Strompreise. Das liegt daran, dass er sich aus der beanspruchten Jahreshöchstleistung ergibt. Der Stromversorger muss nämlich sicherstellen, dass immer der höchstmögliche Strombedarf gedeckt werden kann. Das bedeutet, schon eine einzige kurze Lastspitze von einer Viertelstunde hat einen erheblichen Einfluss auf die nächste Stromrechnung. Je nach Versorger liegen die Kosten für Lastspitzen nämlich zwischen 100 und 150 €/kW. Daraus ergibt sich dieses kleine Rechnungsbeispiel zur Verdeutlichung der Problematik:

Firma x hat einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 40 bis 60 kW. Während des betrieblichen Sommerfestes sollen den Mitarbeitern der Verwaltung alle Maschinen aus der Produktion einmal demonstriert werden und das bei gemütlicher Atmosphäre zwischen Foodtrucks und Getränkewagen. Durch diesen Einsatz kommt es am Vormittag für eine halbe Stunde zu einer Lastspitze von 100 kW. Damit liegt der Verbrauch um 40 kW höher als gewohnt. Diese werden vom Versorger der Firma x mit 150 €/ kW berechnet. Ohne, dass es so in der Vorplanung bedacht wurde, war das Sommerfest damit 6.000 € teurer als erwartet.

Um also die eigenen Energiekosten im Betrieb zu minimieren, muss darauf geachtet werden, den Energieverbrauch konstant zu gestalten. Gewährleistet wird dies durch ein effizientes Lastspitzenmanagement.

Hierfür wird in einem ersten Schritt der Energieverbrauch untersucht und analysiert. Grundlage für den Erfolg der Implementierung eines Lastspitzenmanagements ist demnach ein Monitoring der Energiedaten. Auf Basis dieser erfassten und analysierten Daten werden dann Maßnahmen abgeleitet, durch die der betriebliche Energieverbrauch geglättet wird.

Maßnahmen zur Minimierung von Lastspitzen

Anpassung von Prozessen

Lastspitzen entstehen immer dann, wenn Maschine A und Maschine B gleichzeitig laufen oder immer, wenn ein bestimmter Arbeitsprozess in einer spezifischen Reihenfolge stattfindet. Solche Erkenntnisse aus dem Energiedaten-Monitoring helfen dabei, Prozesse so zu verändern bzw. anzupassen, dass Lastspitzen vermieden werden können.

Automatisierung des Betriebs

Nutzen Sie Systeme, die Ihre Prozesse und Ihren zugehörigen Energieverbrauch automatisch steuern. So können Lastspitzen proaktiv unterbunden werden. Eine solche Prozessautomation geht dabei weit über die einfache Einbindung von Zeitschaltuhren hinaus. Prozessabläufe und das Ein- und Ausschalten von Energieverbrauchern und Energieerzeugern werden so gesteuert, dass das Energiemanagement möglichst effizient und nachhaltig erfolgt.

Anpassung von Energieproduktion und Verbrauch

Ihr Unternehmen hat bspw. eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und zählt damit nach heutigem Sprachgebrauch zu den klassischen Prosumern – sprich ist Energieproduzent und -konsument in einem? Dann ist es sinnvoll, Ihre Prozesse an der eigenen Stromproduktion auszurichten. Zu Zeiten, zu denen Sie besonders viel selbst produzieren, sollten Sie also auch den eigenen Strom nutzen, um ihn zu verbrauchen. Hier kann es sinnvoll sein, einen Batteriespeicher in Ihren Betrieb zu integrieren. Dann kann der nicht genutzte aber eigens produzierte Strom gespeichert und zu späteren Peak-Zeiten genutzt werden.

Es wird deutlich, dass Unternehmen viele Möglichkeiten haben, Energiekosten zu sparen. Grundlage hierfür ist allerdings ein gutes Monitoring wie auch ein angepasstes Lastspitzenmanagement.